Sandroad to Askja
Eine Motorradreise durch Island – Abenteuer der besonderen Art

 

Vor der Fähre hatte sich bereits eine lange Schlange aufgereiht als wir wie üblich etwas spät in Hanstholm ankamen.  Ein kleiner Abstecher von 50 Kilometer in die falsche Richtung  brachte unseren Fahrplan durcheinander. Immerhin hatte die Anfahrt nach Dänemark über Deutschlands Landstrassen fast vier Tage gedauert.  Kurz darauf stellten wir unsere Motorräder in die Kollonne der Gleichgesinnten – nur gerade mal neun andern sollten das Abenteuer wagen. A sand road to askja

Eine Motorradreise durch Island – Abenteuer der besonderen Art

Teil 1 Fähre

Warten auf die FähreMeine erste Fahrt mit einer Fähre war die Reise beleibe nicht, aber die Fahrt über die Fäörer-Inseln würde sicher eine der längsten werden. Schon bald stach das Schiff in See und nahm zügig Fahrt auf. Ich war erst mal mein Gepäck die Kajüte. Sechzehn Betten in einem Raum mit gerade mal einer kleine Lucke, da konnte ja heiter werden. Immerhin gab es ein Restaurant, eine Bar und eine Discothek, wo man sich etwas die Zeit vertreiben konnte. Auf Deck schlafen war verboten, was mir gleich zu Beginn der Reise gesagt wurde.

Der erste Tag verlief ruhig. Wir – meine Reisegefährte Peter auf einer Yamaha XT 250 – und ich streunten durch die Bar, wo Peter schon bald Bekanntschaft mit zwei Färöerinnen machte, während ich an der Bar mit den andern Bikern plauderte. Zwischendurch sah man Delphine, die dem Schiff entlang auf- und abtauchten. Wer hungrig war, ging ins Restaurant, wo es Menus mit Fleisch, Kartoffeln und Kraut gab. Was wir am Anfang noch nicht wussten, war, dass es für den Rest zweimal täglich Kartoffeln und Kraut geben würde. 

Solche Dinge interessierten mich nicht, ich ging in die Diskothek und sass schon bald neben einer Dame, die fast wie Isabelle Adjani aussah. Dies hielt mich noch bis tief in die Nacht auf trab. Später hing ich mich wieder an die Bar und gönnte mir mit den anderen Bikern noch ein paar Bierchen. Um halb fünf in der Früh, ging plötzlich ein Rolladen hinter der Bar runter und aus war's. Ich realisierte, dass wir in eineinhalb Stunden in Torshavn, dem Hauptort der Färöer einliefen, wo ich für eineinhalb Tage von der Fähre wollte. Diese fuhr erst noch nach Bergen, um mehr Passagiere aufzunehmen und kam dann zurück nach Torshavn. 

     
 
Betrunken wie ich war, machte ich mich zusammen mit den anderen Bikern zum Frühstücksraum auf. Der hatte zu unserem Glück bereits offen. So kamen wir wieder zu uns und schafften es gerade noch, die 500 Meter aus der Fähre zum Campingplatz von Torshavn auf  dem Motorrad zurückzulegen.  Dort  hielt wohl jeder erst mal ein ausgiebiges Schläfchen.

Warten auf Einlass in die Islandfähre im Hafen von Hanstholm  Warten auf Einlass in die Islandfähre im Hafen von Hanstholm  Warten auf Einlass in die Islandfähre im Hafen von Hanstholm  Warten auf Einlass in die Islandfähre im Hafen von Hanstholm  

Wieder aufgewacht, stieg ich auf meine Yamaha XT 600 und machte mich auf die Insel zu erkunden. Strassen gab es zwar nicht allzu viele, dafür entdeckte ich auf dem Weg von Torshavn nach Streymoy ein erstaunliches Naturphänomen. Die Strasse führte über einen kleinen Pass, unten in Torshavn schien die Sonne, auf dem Pass dicker Neben und leichtes Schneetreiben und auf der anderen Seite in Streymoy schien wieder die Sonne. Dies alles während wenigen Minuten Fahrt. Ich musste das noch mal sehen. Richtig geglaubt hatte ich es erst, nachdem ich die Strecke noch einige Male gefahren war. Die Bewohner der Fäören mussten mich wohl für komplett verückt gehalten haben. Weiter später...

 

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