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Canon EOS 500D

Canons kleine DSLR folgt nun auch den Spuren Hollywoods

04_EOS_500D_thumbWährend der Schnee noch über Europa fegt und die Wirtschaftskrise die Kassen leert, bringt Canon mutig die EOS 500D, den Nachfolger der EOS 450D. Nun kann die Kleine in Canons DSLR-Portfolio auch Filme machen. Das zeigt, wohin die Richtung geht. Auch wenn das Tempo der Erneurung mittlerweile gar Laien erstaunt. Full-HD, das heisst sagenhafte Videoauflösung von 1920 x 1020 Pixel schafft die EOS 500D. Ach ja, Fotos kann man damit auch machen.

Keiner zu klein, ein Filmemacher zu sein

Die Verschmelzung von Videokamera und Spiegelreflexkamera nimmt weiter seinen Gang, während hinter den Kulissen die Fronten der klaren Trennung leise verstummen. Daher erstaunt es kaum, dass der Nachfolger der EOS 450D nun auch Filme aufnehmen kann. Was vielmehr erstaunt, ist das Tempo mit dem das Nachfolgemodell auf den Markt gebracht wurde. Mit den Vorgängern der EOS 450D habe ich immer weit über 10'000 Bilder geschossen, die 450D soll nun schon nach knapp 5000 weichen.

Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei

"Multifunktionsgerät" nennt man bei Canon die neuen DSLRs. Un in der Tat, was man hier für einen Einstandspreis von gerade man 799 Euro bekommt, ist zumindest gemäss den technischen Daten, eine wahres Wunderkind. Mit einem 15,1 Megapixel starken Sensor soll sie ein Werkzeug für ambitionierte Fotografen werden. Wenn man Canons Stärken kenn, weiss man, dass die Pixel nicht nur zum Harddisk füllen taugen, sondern gute Bilder und Filme erzeugen. Ob man die Mehrpixel allerdings braucht und wie viele Desktop-Computer in der Lage sind, die grossen Filmengen zu verarbeiten, wird die Zukunft weisen.

Hohe ISO-Werte

Aber erst mal zum Erfreulicheren, schliesslich schreibt Canon in ihrem Pressetext "Die EOS 500D ist aber immer noch mehr eine hochwertige Fotokamera als eine Filmkamera". So darf man gespannt sein, was die neue in Sachen Bildqualität zu bieten hat. Die Lichtempfindlichkeit wurde auf ISO 3200 (erweiterbar bis 12800) geschraubt. Somit sollten Innenaufnahmen ohne Blitz auch mit der EOS 500D keine Problem mehr sein. Hier hege ich allerdings Zweifel. Mich auf jeden Fall haben die Ergebnisse der EOS 450D bei ISO 1600 nicht überzeugt.

Monitor der EOS Mark II

Laut Canon ist der Monitor mit 920'000 Bildpunkten identisch mit der EOS 5D Mark II, die ja immerhin rund das vierfache kostet. Tonaufzeichnungen gibt es allerdings nur in Mono-Qualität. Hier empfiehlt es sich wohl, die Filme später neu zu vertonen, wie dies bei allen Kompaktkameras nötig ist, will man ein brauchbares Ergebnis erreichen.

Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei   Canon bringt der kleinen EOS das Filmen bei

Auch am fiktiven Gaspedal der EOS 450D hat Canon geschraubt. Die neue macht nun 3,4 Bilder pro Sekunde und bei JPEG-Komprimierung sagenhafte 170 Bilder in Serie, was natürlich von der SD-Karte abhängt. Verantwortlich dafür ist der DIGIC 4 -Prozessor, der auch schon in der EOS 50D im Einsatz steht. 14-Bit-Bildverarbeitung und schnellere Bildprüfung am Monitor sind jetzt auch bei der Kleinen standart.

Full-HD mit kleiner Einschränkung

Natürlich hat auch die EOS 500D ein Sensor-Reinigungssystem, kann Staublöschdaten aufnehmen und verfügt über alle üblichen Features moderner DSLRs. An einer Ecke glänzt das Gold allerdings nicht so hell. Die Full-HD Auflösung wird nur mit 20 Bildern pro Sekunde erreicht. Wer das Bild völlig Ruckfrei will, muss sich anders als bei der EOS 5D Mark II, mit einer Auflösung von 1280 Pixeln begnügen.

Interessant sind auch die Metatag-Funktion oder die 13 einstellbaren Custom Funktionen. Natürlich kann man nun mit seiner Kamera auch in Chinesisch, Koreanisch oder Rumänisch kommunizieren - wer immer dies auch braucht -, aber es sieht gut aus. Geblieben sind die SD-Karte und der LP-E5 Akku.

Technische Daten: