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erhältlich für:
Nikon - Canon - Sony - Olympus

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Canon® EOS 40D

Die EOS 40D robustes Arbeitsgerät für wenig Geld

Wild rankten sich die Geschichten um den Nachfolger der Canon EOS 30D im Internet. Der Nachfolger hiess EOS 40D. Ein würdiger Nachfolger, ohne Zweifel. Auch wenn Canons damaligem semiprofessionellen Flaggschiff ein grösserer Sensor besser stehen würde.

 

Canon EOS 40D

Das lange Warten und die wilden Geschichten im Internet um den Nachfolger der Canon EOS 30D, die EOS 40D, war noch richtig zu Ende, schon bekam Sie mit der EOS 50D einen Nachfolger. Die EOS 40D gehört desshalb aber nicht zum alten Eisen. Einziger Wermutstropfen: ein paar Megapixel mehr, hätte man dem Modell noch schenken dürfen, damit sie sich gegen die Nikon D300 behaupten kann. Diese bietet, sofern sie dann ausgeliefert ist, nämlich bereits 12.3 Megapixel. Trotzdem ist die 40D eine gute und vor allem preisgünstige Alternative.

Die EOS 40D ist vor allem für erfahrene Amateurfotografen sowie semiprofessionelle Anwender gedacht und sicher ein neues Highlight im diesjährigen DSLR-Markt. Wie schon die EOS 400D hat auch die EOS 40D einen 10,1-Megapixel CMOS Sensor, der hier aber anstatt 3 Bilder wie bei der EOS 400D oder 5, wie bei der EOS 30D, Reihenaufnahmen mit bis zu 6,5 Bildern pro Sekunde schafft. Zudem hat die Kamera ein neu entwickeltes AF-System und einen 3,0-Zoll LCD-Monitor mit Livebild-Funktion. Die Kamera profitiert zudem von der neuen EOS-Technologieplattform, die bereits vor wenigen Monaten mit der professionellen EOS 1D Mark III zur Markteinführung kam – dem DIGIC III Prozessor.

Dieser hauseigene Canon Prozessor bietet eine schneller Reaktionszeit, optimierte Farbwiedergabe und einer praktisch sofortigen Betriebsbereitschaft. Das EOS Integrated Cleaning System minimiert nun auch in der EOS 40D Staub auf dem Sensor und das robuste, an bestimmten Stellen gegen Wettereinflüsse geschützte Gehäuse aus Magnesiumlegierung soll für lange Haltbarkeit sorgen. Die EOS 40D soll ab September 2007 im Schweizer Fachhandel für CHF 2148.--* erhältlich sein. Im Internet wird sie allerdings bereits für 1560 CHF, rund 930 Euro, angeboten (Stand Februar 2008)

„Die EOS 40D ist ein wichtiger Schritt zur Positionierung des EOS Systems im Markt der anspruchsvollen Amateurfotografen. Sie basiert auf den innovativen Technologien unserer aktuellen EOS-1 Serie“, so Mogens Jensen, Leiter von Canon Consumer Imaging Europe. „Ein Aufstieg zur EOS 40D eröffnet dem Fotografen ganz neue Möglichkeiten. Wer noch analog fotografiert, sollte jetzt diesen optimalen Zeitpunkt für den Umstieg auf die Digitalfotografie nutzen.“ Direkt zum Fazit

     

Wichtige Leistungsmerkmale
• 10,1-Megapixel CMOS-Sensor, APS-C-Format
• Reihenaufnahmen mit bis zu 6,5 B/s, Pufferspeicher für bis zu 75 Large-JPEGkomprimierte Aufnahmen
• Neues Autofokus-System mit 9 Kreuzsensoren
• DIGIC III Prozessor
• 3,0-Zoll LCD-Monitor mit Livebild-Funktion
• EOS Integrated Cleaning System
• Hoch auflösender, heller Sucher
Picture Styles – individuelle Einstellungen zur Bildoptimierung

Tempo und Qualität
Der Canon CMOS-Sensor der dritten Generation weist gegenüber seinem Vorgänger ein neues Pixeldesign auf, wodurch das Bildrauschen auf ein Minimum reduziert wird. Die EOS 40D liefert auch noch bei ISO 1600 eine exzellente Bildqualität. Bei Bedarf kann die Empfindlichkeit auf ISO 3200 erhöht werden – besonders hilfreich in Situationen, wo nicht geblitzt werden darf oder sollte. Die Tonwert-Priorität-Funktion bietet ab ISO 200 eine Möglichkeit zur Erweiterung des Dynamikbereiches in den Lichtern – ein interessantes Detail für Hochzeits- und Landschaftsfotografen: Die Aufnahmen überzeugen mit verbesserter Detailzeichnung, beispielsweise bei Hochzeitskleidern, Wolken und anderen hellen Objekten.

Der DIGIC III Prozessor ermöglicht Reihenaufnahmen mit bis zu 6,5 Bildern pro Sekunde, der Pufferspeicher hat eine Kapazität für bis zu 75 Large-JPEG-komprimierte Aufnahmen (bis zu 17 bei RAW-Dateien). Die aufgenommenen Bilder werden mit einer Farbtiefe von 14 Bit pro Farbkanal verarbeitet – das stellt eine deutlich höhere Farbdynamik, feinste Farbabstufungen und aussergewöhnlich präzise Farben sicher.

Neues AF-System mit Kreuzsensoren
Eine entscheidende Verbesserung stellt bei der EOS 40D das neue Autofokus-System mit Kreuzsensoren und neun AF-Messfeldern dar. Alle neun AF-Messfelder stellen sowohl auf der horizontalen als auch der vertikalen Bildebene scharf. Auf Kundenwunsch wurde die AFStarttaste (AF-ON) so gelegt, dass sie in Reichweite des Daumens liegt.

LCD-Monitor mit Livebild-Funktion
Die Livebild-Funktion vereinfacht das Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven und Standorten, zum Beispiel bei Makro-Aufnahmen in Bodennähe oder bei Aufnahmen mit Stativ. Livebild – das bedeutet: Der 3,0-Zoll LCD-Monitor zeigt das Bild in Echtzeit, dazu werden bei Bedarf Gitternetzlinien und ein Live-Histogramm als Entscheidungshilfe für die Belichtung eingeblendet. Die AF-ON-Taste kann wahlweise das sofortige Wegschwenken des Spiegels zur automatischen Scharfstellung auslösen. Beim Einsatz im Studio empfiehlt sich die Remote Livebild-Funktion zur Kontrolle der Bildkomposition, Änderung der Einstellungen und Aufnahmesteuerung über den PC.

Umfassende kreative Möglichkeiten
Die EOS 40D lässt sich umfassend an die individuellen Gewohnheiten des Fotografen anpassen. Auf dem Modus-Wählrad sind neben den EOS-typischen Aufnahmeprogrammen auch drei Aufnahmeprofile einstellbar, zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann. Per Registerkarte „Mein Menü“ besteht schneller Zugriff auf häufig benutzte Einstellungen, während 24 Custom-Funktionen eine Feinabstimmung der Bedienelemente ermöglichen. Zwei alternativ und optional erhältliche Wechsel-Mattscheiben erleichtern die Fokussierung bei bestimmten Aufnahmen.

Auch an der Bedienung des Systemzubehörs wurde gearbeitet: Die Einstellungen für das Speedlite 580EX II und den neuen Wireless File Transmitter WFT-E3 sind direkt über das LCDisplay möglich.

Wireless File Transmitter WFT-E3
Mit dem Wireless File Transmitter WFT-E3 stellt Canon ein weiteres Produkt vor. Der für die EOS 40D ausgelegte WFT-E3 dient dem schnellen drahtlosen Bildtransfer zum FTP-Server und der bidirektionalen Kommunikation per PTP und HTTP. Per HTTP-Protokoll können entfernte Anwender per Browser den Auslöser betätigen oder Bilder von der Kamera herunterladen. Das PTP-Protokoll ermöglicht die drahtlose Steuerung der EOS 40D über die im Lieferumfang enthaltene Software EOS Utility.

Für grössere Shootings lässt sich an dem WFT-E3 eine externe Festplatte anschliessen. Darüber hinaus können die GPS-Positionsdaten mit dem exakten Standort der Aufnahme in der EXIFInformation der Bilddatei abgelegt werden – dies setzt allerdings den Anschluss eines
kompatiblen GPS-Systems voraus (nicht im Lieferumfang enthalten). Der mit Dichtungen gegen Wettereinflüsse geschützte WFT-E3 ist darüber hinaus als praktischer Griff mit Einstellrad und Auslöser bei Hochformataufnahmen verwendbar.

Des Weiteren stellt Canon heute in Verbindung mit der EOS 40D zwei neue EF-S-Objektive vor:
EF-S 18-55mm 3.5-5.6 IS – hochwertiges, preisgünstiges Standard-Zoomobjektiv mit optischem Bildstabilisator für eine bis zu 4 Belichtungsstufen längere Verschlusszeit
EF-S 55-250mm 4-5.6 IS – vielseitiges Tele-Zoomobjektiv mit dem derzeit längsten Brennweitenbereich aller EF-S-Objektive und optischem Bildstabilisator für eine bis zu 4 Belichtungsstufen längere Verschlusszeit

Mitgelieferte Software
Die EOS 40D wird mit umfangreicher Software1 für den optimierten Workflow geliefert. Dazu gehört Digital Photo Professional (DPP), eine leistungsstarke Anwendung für die umfassende RAW-Bildbearbeitung.
DPP ist konsequent auf Kamerafunktionen wie Staublöschungsdaten und Picture Styles ausgelegt. Anwender können jetzt über die mitgelieferte Software „Picture Style Editor“ ihre eigenen Picture Styles anlegen. Ebenfalls im Lieferumfang der Kamera enthalten: EOS Utility, ImageBrowser/ZoomBrowser und PhotoStitch. (Text: Canon Pressedienst)

Fazit

Der Nachfolger der Canon EOS 40D hat länger als erwünscht auf sich warten lassen. Die neue hat viele interessante Features, wie das LiveView oder die Sensorreinigung, 2 Megapixel mehr, eine höhere Geschwindigkeit und einen grösseren Pufferspeicher. Allerdings sind das Dinge, die man mittlerweile auch schon von anderen Kameras kennt. Interessanter scheint da schon der grössere und hellere Sucher und die Möglichkeit der Erweiterung des Dynamikbereiches. Der neue Prozessor muss sich aber erst einmal beweisen, obwohl er dies in Sachen Geschwindigkeit bereits getan hat. Warum man der "Kleinen" aber noch keine Vollformatsensor einsetzt ist entweder Verkaufpolitik – die EF-S Objektive müssen ja auch verkauft werden – oder eine Preisfrage.

Nachtrag nach dem Erscheinen der EOS 50D

Wie ich mich dachte, reagierte Canon schnell auf die höheren Pixelzahlen der Konkurrenz. Ab Dezember 2008 kommt bereits der Nachfolger der EOS 40D, die EOS 50D mit einem 15 Megapixel Sensor und neuem Prozessor in den Handel. Den Bericht darüber gibt es hier!

EOS 40D trotzdem kaufen?

Die Frage stellt sich sicher all jenen, die professionell arbeiten. Alle anderen werden an den 15 Megapixel grossen Bildern nicht nur Freude haben. Schnell mal wird da der Laptop ärgerlich langsam. Zudem erhält man zurzeit (12.2008) die EOS 40D für rund 650 Euro (1030 CHF.--) und damit zu einem Preis, den man vor einem Jahr noch für die EOS 400D zahlte. Kostenbewusste bekommen so eine sehr gute Kamera, dessen Bildgrösse für alle Privaten Bilder ausreichen sollte. Leute mit viel Geduld warten so lange ab, bis die EOS 50D für den gleichen Preis zu haben ist. Zurzeit noch dreht sich die Preisspirale schneller als die Börse abwärts. Wann dies stoppen wird, ist nicht gesagt, wenn überhaupt.

Marschrichtung Vollformat

Auch Nikon setzt heute bei den Profimodellen auf den Vollformat-Sensor, nachdem man dessen Sinn die letzten Jahre kräftig angezweifelt hat. Nun steht die generelle Marschrichtung in dieser Hinsicht ohne Frage fest. Die Nikon bietet aber bei der neuen D300 auch kein Vollformat-Sensor, spendet ihr dafür 12.3 Megapixel. Das scheint ihr über die Canon, mit ihren 10 Megapixeln, einen Vorsprung zu geben. Wäre da nur nicht der Preis, dort nämlich lässt einem die Canon 40D noch was zum Leben übrig und macht sich damit wohl einmal mehr zum unbestrittenen Liebling der Szene. Zumal die Unterschiede der beiden Modelle, im täglichen Einsatz wohl kaum entscheidend sein werden, geht es bei der Wahl zwischen Nikon und Canon wie immer um eine Glaubensfrage. Beide Hersteller bauen ohne Zweifel hervorragenden Kameras. Um im Weihnachtsgeschäft 2007 noch mitreden zu können, sollte sich Nikon aber sputen. Mitte Oktober 2007 ist die 300D noch immer nicht erhältlich, während Canon bis Ende Jahr wieder eine Cash-Back-Initiative gestartet hat.