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Canon G11

Die Canon G11 wirft die Megapixel-Strategie über Bord

g11_04_thumbMit der Powershot G11 brachte Canone den Nachfolger der G10 überraschend schnell auf dne Markt. Überraschend ist auch die Reduktion der Sensorauflösung von 15 Megapixel auf 10MP. Noch nie hat sich ein Hersteller bisher getraut, ein Nachfolgemodell mit kleinerer Auflösung zu produzieren. Kapitulation oder sinnvoller Neuanfang, die werden die Konsumenten entscheiden.

Zurück zu den guten alten Zeiten

"Reduce to the Max", hiess einst der Slogan, mit dem Mercedes den kleine Smart schmackhaft machen wollte. Gelungen ist dies, wie man weiss nur mässig. Ähnlich ging es wohl der Werbeabteilung von Canon, als man nach einer Erklärung für den neuen Sensor in der Canon G11 suchten. Hatte nämlich die "alte" noch 15 Megapixel, begnügt sich die Neue mit gerade mal 10 Megapixel. Canon nennt die Redzuzierung "Dadurch hat der Bildsensor auch eine leicht reduzierte Pixelzahl" Nun leicht reduziert kann man dies nicht gerade nenne, die Frage dabei ist eher, ist dies nun gut oder schlecht?

   

Dass 10 Megapixel-Sensoren den meisten Menschen vollauf genügen, weiss man aus seinem Bekanntenkreis schon länger. Wichtiger wären besserer Kontrastumfang, weniger Bildrauschen und ein schnellerer Autofokus (zumindest bei den Prosumer Kameras). Mindestens den ersten zwei Punkten hat Canon die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Bei ISO 3200 soll die Bildqualität der G11 sehr gut sein. Wagemutige können die Kompakte sogar bis ISO 12800 pushen, müssen sich dann allerdings mit 2.5 Megapixel begnügen.

Drehbarer Monitor

g11_05Die G11 hat nun endlich auch einen drehbaren Monitor. Man merkt es den Canon Leuten an, dass Sie sich ein bisschen darum drücken, den Monitor verbal zu verkaufen. Hat die fast gesamte Konkurrenz diesen doch zum Teil schon seit Jahren. Sony und Olympus sogar an den Spiegelreflexkameras. Allerdings gibt es die Beweglichkeit nicht umsonst. Bedingt durch den Rahmen muss sich die G11 nähmlich, wie alle anderen, mit einem 2.8" Monitor begnügen. Mmmmhh, denkt man da. Jetzt hat man sich doch gerade an die schönen, grossen LCDs gewöhnt. Aber wie man aus Erfahrunng weiss, hat im Leben alles seinen Preis.

Video bleibt gleich

Etwas verhalten gibt sich Canon bei den Videofunktionen der G11. Mit einer Bildauflösung von 640 x 480 Pixeln bei immerhin 30 Bildern pro Sekunde kann aber heute keiner mehr brillieren. Un ehrlich gesagt, ist mir bei dieser Auflösung schon vor langem die Lust am Filmen vergangen.  Ob es an der Grösse der Kamera liegt oder, ob hier einfach der Rotstift angesetzt wurde, bleibt dabei wohl das Geheimnis von Canon.

Fazit: Kaufen oder nicht kaufen? Besitzer einer G10 macht es Canon vermutlich leicht. Die Neuerungen sind nicht derart, dass man seine G10 dringend eintauschen müsste. Wer sich aber neu für diese interessante Variante einer Prosumerkamera entscheidet, kann getrost die neue kaufen. Ausser, man ist Pixelfetischist und hat sich gerade eine riesige Harddisk angeschaft. (kf)

Technische Daten

Pressetext (gekürzt):


Canon PowerShot G11: Kleines Kraftpaket mit Profiambitionen

Die neue PowerShot G11, das Nachfolgemodell der mehrfach ausgezeichneten PowerShot G10 ist mit neuen Funktionen ausgestattet und sorgt mit einem doppelten Rauschreduzierungssystem für exzellente Fotos auch bei schlechten Lichtbedingungen. Wieder mit dabei und praktisch bei ungewöhnlichen Aufnahmepositionen ist das dreh- und schwenkbare LC-Display.


LCD mit clever-flexiblem Dreh

Ein neues Detail der PowerShot G11 ist das PureColor-II-Vari-Angle-LC-Display. Es hat einen weiten Betrachtungswinkel, ist mit 7,1 Zentimetern (2,8 Zoll) gross dimensioniert und mit 461.000 Bildpunkten hochauflösend und optimiert für die Bildwiedergabe und -vorschau mit brillanten, natürlichen Farben. Das dreh- und schwenkbare Display erleichtert die Bildkomposition und Aufnahmen aus verschiedenen Aufnahmepositionen und ist damit ideal für die kreative Fotografie, wie beispielsweise die Makrofotografie. Zur Wiedergabe der Fotos auf einem kompatiblen HDTV Fernsehgerät besitzt die Kamera einen HDMI™-Anschluss.

Das Auge der PowerShot

Das Canon-Weitwinkelobjektiv mit 5-fach optischem Zoom (28 – 140 mm äquivalent zum Kleinbildformat) und optischem Bildstabilisator (IS) überzeugt durch scharfe Abbildungen. Der Bildstabilisator ermöglicht Aufnahmen aus der Hand mit einer bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeit gegenüber herkömmlichen Modellen ohne Bildstabilisator – das macht die Kamera ideal für den Einsatz bei schwachem Licht oder Aufnahmen mit niedriger ISO-Einstellung.

Das doppelte Rauschreduzierungssystem

Die Kamera arbeitet mit einem neuen Verfahren zur Rauschunterdrückung. Canons doppeltes Rauschreduzierungssystem kombiniert einen hoch lichtempfindlichen Bildsensor mit der erweiterten Bildverarbeitungstechnologie des DIGIC-4-Bildprozessors. Die Pixel des Sensors sind grösser dimensioniert und nehmen eine grössere Lichtmenge auf. Dadurch hat der Bildsensor auch eine leicht reduzierte Pixelzahl. Die PowerShot G11 realisiert dabei mit einem hochempfindlichen 10,0-Megapixel-Bildsensor eine überzeugende Bildqualität auch für grossformatige Ausdrucke. Durch die Vergrösserung der Aufnahmefläche des einzelnen Pixels und die Reduzierung des Pixelabstands konnte eine deutliche Reduzierung des Bildrauschens erzielt werden, die dem Einsatz von zwei ISO-Stufen entspricht. Dies hat eine Optimierung der Bildqualität speziell bei schlechten Lichtbedingungen zur Folge.  Die PowerShot G11 mit dem doppelten Rauschreduzierungssystem ermöglicht hoch auflösende Bilder mit einer ISO-Empfindlichkeit bis ISO 3.200. Auch bei schwachem Licht sind damit Porträts oder natürlich wirkende Ambiente-Nachtaufnahmen leicht zu realisieren. Und nicht zuletzt ist die Verwacklungsunschärfe dadurch deutlich reduziert.

Optimierungen für exzellente Bilder

Die Bildverarbeitungstechnologie des Canon-Prozessors DIGIC 4 umfasst eine optimierte i-Contrast-Technologie, die den Kontrast in zu dunklen Bildbereichen anpasst, ohne dass helle Bildpartien davon berührt werden. i-Contrast  ist ideal bei schwierigen Lichtverhältnissen mit grossen Helligkeitsunterschieden. Dies ist vorteilhaft, wenn die Motive im Wechselspiel von Licht und Schatten liegen. 
Der neue Aufnahmemodus Low Light empfiehlt sich bei Innenaufnahmen oder allgemein bei schwacher Beleuchtung. In diesem Modus wird die Auflösung reduziert, indem jeweils 2 mal 2 Pixel zusammengefasst werden. Das Ergebnis sind Aufnahmen mit 2,5–Megapixel Auflösung und sehr geringem Bildrauschen bei ISO-Einstellung mit bis zu ISO 12.800.

Die PowerShot G11 hat einen integrierten Neutralgraufilter zur Reduzierung der Lichtmenge um drei Blendenstufen, um zum Beispiel mit älteren sehr hellen Studioblitzanlagen fotografieren zu können oder um auch bei ausreichend Licht bewusst eine Bewegungsunschärfe zu realisieren.  Auch eine Funktion zur Feinabstimmung des Weissabgleichs ist verfügbar: Damit können Fotografen besser auf Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem Licht reagieren, etwa Farbtonabweichungen bei unterschiedlichen künstlichen Lichtquellen. Diese Anpassung erfolgt in der Kamera, erspart Arbeit bei der nachträglichen Bildbearbeitung und eröffnet damit viele kreative Einsatzmöglichkeiten.

Automatik für Komfort

Dank Automatik-Modus kann auch mit der PowerShot G11 ganz bequem fotografiert werden. Die Scene-Detection-Technologie analysiert das Motiv hinsichtlich Gesichter, Entfernung, Helligkeit, Farbe und nun auch Bewegung. Aus 22 gespeicherten Aufnahmesituationen wählt die Kamera dann automatisch die am besten geeigneten Einstellungen. Der Servo AF/AE wird aktiviert, um eine geeignete Schärfe und Belichtung sicherzustellen. Im Quick-Shot-Aufnahmemodus wird die Bildkomposition über den optischen Sucher vorgenommen, so dass der CCD-Sensor der Kamera permanent zum Fokussieren und zur Belichtungssteuerung genutzt wird. Dies minimiert die kurze Auslöseverzögerung dann noch einmal erheblich.

Für professionelle Ergebnisse

Ob Hobbyfotograf oder Profi: Die PowerShot G11 bietet eine  Menge anLeistungsmerkmale für jeden Geschmack. Die Kamera hat beispielsweise einen Modus für Aufnahmen im RAW-Format und ist damit mit der Canon-Software Digital Photo Professional (DPP) kompatibel. Eine gute Basis für den Workflow von Profi-Fotografen.

Vielseitiges Zubehör erweitert die kreativen Möglichkeiten und Aufnahmeoptionen.

Über den Zubehörschuh ist die PowerShot G11 mit den Speedlite Blitzgeräten 220EX, 270EX, 430EX, 430EX II, 580 EX und 580EX II, dem Makro-Twinblitzgerät MT-24EX, der Makro-Ringblitzleuchte MR-14EX und dem Speedlite-Auslöser ST-E2 kompatibel.  Im Handel sind desweiteren optional eine Speedlite-Halteschiene und der Fernauslöser RS-60E3 erhältlich. Unterwasserfotografen können die PowerShot G11 mit dem spezialgefertigten Unterwassergehäuse WP-DC34 für den Einsatz bis 40 Meter Tauchtiefe kombinieren.

Verfügbar im Handel ab Oktober 2009: 
PowerShot G11 für 589* Euro.

 

 

 

 

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