Schattenbilder bei der Canon EOS 7D aufgetaucht

Bei der EOS 7D, die 8 Bilder pro Sekunde bei 18 Megapixeln aufnimmt, soll es zu Artifakten in dunkler Bildteile kommen. Laut einer Servicenotiz von Canon können Reste eines vorangegangen Bildes auf den nächsten Sichtbar werden. Zwar sind diese "Schattenbilder" normalerweise kaum sichtbar, kommen aber je nach angewendeter Bilderbearbeitung mehr oder weniger zum Vorschein. Ein Grund dafür könnte die extrem hohe Bildrate bei voller Geschwindigkeit sein.

Die Technik dahinter birgt Probleme

Mit ein Grund dafür könnte sein, dass das "Schattenbild" bei einer Bildrate von 8 Bildern pro Sekunde, durch eine Restladung des Sensors hervorgerufen wird. Wenn einzelne Pixel belichtet werden, wird dies in eine elektrische Ladung umgewandelt, die dann wiederum vom ausgelesen wird. Bevor nun das nächste Bild belichtet wird, muss diese Ladung erst "neutralisiert" werden, da ja sonst noch ein Bild vorhanden wäre, wie Benutzer von dpreview argumentieren. Zieht man jedoch die Geschwindiket von Elektronen in Betracht, ist die Zahl von 8x pro Sekunde wohl eher Sekundär. Zudem schaffen digitale Vidoekameras weit mehr Bilder pro  Sekunde ohne diesen Ghost-Effekt. Allerdings wird dort ein einzelnes Bild auch selten so genau angeschaut.

Bei Canon arbeitet man bereits daran

Bei Canon ist man sich inzwischen des Problems bewusst und arbeitet einer Lösung dafür. Dass solche, wohl eher als Kleinigkeiten zu bezeichnende Fehler, mittlerweile fast zum Alltag bei neu erschienen Modellen gehört, ist wohl hauptsächlich dem enormen Tempo bei Neuentwicklungen zu verdanken. Noch nie in der Geschichte der Photographie änderte sich die Technik derart rasant. Dazu kommt, dass eine Kamera heute mehr als nur Fotos machen können muss. Dass sich hier Fehler einschleichen, kann kaum jemanden wundern. Eine Lösung wäre da wohl, die Entwicklung wieder ein wenig langsamer anzugehen. Wenn da nur die Konkurrenz und die Aktionäre nich wären.